Eine neue Küche ist bestellt, und dann kommt die Frage, die im Angebot oft nur am Rand steht: Was kostet eigentlich der Einbau? Die Montage wird häufig unterschätzt, dabei kann sie je nach Küchengröße, Anschlüssen und Anbieter mehrere hundert bis über tausend Euro ausmachen. Dieser Artikel zeigt typische Preise, ein Rechenbeispiel und Wege, wie du bei der Montage sparst.
Externe Monteure verlangen für den Küchenaufbau meist 150 bis 300 Euro pro laufendem Meter, insgesamt häufig 600 bis 1.500 Euro. Dazu kommen Elektro- und Wasseranschlüsse sowie, falls nötig, die Demontage der alten Küche. Bei vielen Händlern ist die Montage im Preis enthalten oder wird pauschal berechnet. Auch Etage und Aufzug beeinflussen den Preis deutlich.
Was kostet die Küchenmontage?
Die folgenden Werte sind Richtwerte für Deutschland und stammen aus aktuellen Preisübersichten für 2026. Regionale Unterschiede von 20 Prozent und mehr sind üblich, vergleiche deshalb immer mehrere Angebote.
| Leistung | Typische Kosten | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Montage durch externe Monteure | 150–300 € pro laufendem Meter | Anschlüsse sind oft nicht enthalten |
| Abrechnung nach Stunden | ca. 40–100 € pro Stunde | Pauschale gibt mehr Kostensicherheit |
| Komplette Montage pauschal | ca. 400–2.000 € | Je nach Größe, Form und Aufwand |
| Demontage der alten Küche | 150–500 € pauschal | Oft auch 100–200 € pro laufendem Meter |
| Elektroanschluss (z. B. Herd) | ca. 100–250 € | Nur durch einen Fachbetrieb |
| Wasseranschluss (Spüle, Geschirrspüler) | ca. 60–200 € | Je nach Aufwand pro Anschluss |
Als Faustwert wird oft genannt, dass die Montage etwa 10 bis 15 Prozent des Küchenpreises ausmacht. Bei großen Möbelhäusern mit Montageservice sind die Preise häufig pauschal pro laufendem Meter festgelegt, bei IKEA zuletzt rund 250 Euro (Stand Anfang 2026).
Wovon hängen die Montagekosten ab?
- Größe und Form der Küche: Eine einfache Zeile ist günstiger als eine L- oder U-Form, jede Ecke und jeder Zuschnitt erhöht den Aufwand
- Arbeitsplatte: Naturstein oder Keramik erfordern aufwendigere Zuschnitte als Laminat und kosten bei der Montage mehr
- Anschlüsse und Geräte: Neue Leitungen oder zusätzliche Anschlüsse verteuern den Einbau, mehr dazu im Artikel „Elektroinstallation Küche“
- Zustand von Wänden und Boden: Schiefe Wände oder unebene Böden bedeuten Mehraufwand beim Ausrichten der Schränke
- Etage und Aufzug: Je höher die Etage und je weniger Aufzug, desto mehr Aufwand, mehr dazu im nächsten Abschnitt
- Anbieter und Region: Händler, Möbelhaus und freie Monteure rechnen unterschiedlich ab, in Großstädten liegen die Preise meist höher
Etage und Aufzug: Warum der Zugang so viel ausmacht
Kaum ein Faktor wird bei der Angebotsanfrage so oft vergessen wie der Weg zur Küche. Dabei müssen alle Schränke, die Arbeitsplatte und schwere Geräte wie Backofen oder Kühlschrank bis in die Wohnung getragen werden. Liegt die Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug, kostet das deutlich mehr Zeit und Kraft als im Erdgeschoss, und Anbieter können dafür einen Zuschlag berechnen. Auch ein enges Treppenhaus, lange Tragewege vom Parkplatz oder ein zu kleiner Aufzug erhöhen den Aufwand.
Gib deshalb bei jeder Anfrage an, in welcher Etage die Wohnung liegt und ob ein Aufzug vorhanden ist, am besten mit der ungefähren Größe des Aufzugs. Nur dann ist das Angebot verlässlich, und du vermeidest Nachforderungen am Montagetag.
Rechenbeispiel: Montage einer 4-Meter-Küche
So kann sich die Montage einer Einbauküche mit vier Metern Länge zusammensetzen. Die Zahlen sind eine grobe Orientierung auf Basis der Richtwerte oben, Etage und Aufzug sind darin noch nicht berücksichtigt:
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Montage, 4 m à 150–300 € | 600–1.200 € |
| Elektroanschluss | 100–250 € |
| Wasseranschluss | 60–200 € |
| Summe ohne Demontage | 760–1.650 € |
| Optional: Demontage der alten Küche | 150–500 € |
| Summe mit Demontage | 910–2.150 € |
Montage über Händler, Möbelhaus oder freien Monteur
Beim Kauf einer Einbauküche ist die Montage bei vielen Händlern im Preis enthalten oder lässt sich als Pauschale dazubuchen. Möbelhäuser mit eigenem Montageservice rechnen häufig pauschal pro laufendem Meter. Freie Monteure und Handwerksbetriebe arbeiten je nach Auftrag nach Stundensatz oder Pauschale, hier lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote. Wichtig ist in jedem Fall, dass im Angebot klar steht, was enthalten ist: Aufbau der Schränke, Arbeitsplatte, Geräteeinbau, Anschlüsse und Entsorgung des Verpackungsmaterials. Worauf du beim Vertrag noch achten solltest, erklärt der Artikel „Küche kaufen: Worauf du vor dem Kauf achten solltest“.
Selbst montieren oder montieren lassen?
Wer handwerklich geschickt ist, kann beim Aufbau der Schränke die Arbeitskosten sparen. Bei einfachen Küchenzeilen ist das gut machbar, bei Eckschränken, Arbeitsplatten-Zuschnitten und Geräteeinbau wird es anspruchsvoller. Elektro-, Wasser- und Gasanschlüsse gehören aus Sicherheitsgründen immer in die Hand eines Fachbetriebs. Überlege außerdem, was ein Fehler kostet: Ein falsch zugeschnittener Ausschnitt in einer teuren Arbeitsplatte ist schnell teurer als die gesparte Montage.
Küchenmontage von der Steuer absetzen
Die Arbeitskosten einer Küchenmontage können in vielen Fällen als haushaltsnahe Handwerkerleistung steuerlich geltend gemacht werden. Material- und Küchenkosten zählen nicht dazu. Die Steuerermäßigung beträgt 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Voraussetzung sind eine Rechnung, auf der die Arbeitskosten getrennt ausgewiesen sind, und eine Bezahlung per Überweisung statt in bar. Das ist keine Steuerberatung, im Zweifel klärst du Details mit deinem Steuerberater oder dem Finanzamt.
So sparst du bei der Montage
- Pauschalpreis statt Stundenlohn vereinbaren: Der Preis steht dann fest, auch wenn die Montage länger dauert
- Mehrere Angebote vergleichen: Mindestens zwei bis drei Angebote zeigen, was marktüblich ist
- Montage beim Küchenkauf mitverhandeln: Beim Händler lässt sie sich oft günstiger bündeln als einzeln beauftragen
- Raum vorbereiten: Ein freier Zugang, geräumter Raum und markierte Anschlüsse sparen den Monteuren Zeit
- Alte Küche selbst abbauen: Das spart die Demontagekosten, sofern keine Anschlüsse getrennt werden müssen
Wie WUNDER Kitchen dich unterstützt
Mit dem KI-Küchenplaner planst du deine Küche online und kostenlos, ohne Anmeldung. Du lädst ein Dokument mit Grundriss, Montageplan und Kostenübersicht herunter. Der Montageplan zeigt genau, was gebaut werden soll, und macht Angebote vergleichbar.
Wenn du bei uns eine Küche kaufst, kümmern wir uns komplett um die Montage und versuchen dabei, dir den günstigsten Montagepreis zu bekommen. Was am Ende möglich ist, hängt von deiner Küche und den Gegebenheiten vor Ort ab, zum Beispiel von Etage und Aufzug. Wir versuchen, alle Preise, auch die der Montage, so transparent wie möglich darzustellen, ohne Provisionsaufschlag. Die Preise im Planer sind aktuell eine unverbindliche Orientierung. Vorab validiert ein Algorithmus deine Planung, und bei einer Bestellung prüft sie zusätzlich eine Küchenexpertin oder ein Küchenexperte.
Häufige Fehler bei den Montagekosten
- Anschlüsse im Angebot übersehen: Viele Montagepreise enthalten keine Elektro- und Wasseranschlüsse
- Stundenlohn ohne Obergrenze vereinbart: Dauert die Montage länger, steigen die Kosten unbegrenzt
- Etage und Aufzug nicht angegeben: Wer das verschweigt, riskiert Nachforderungen am Montagetag
- Kein Budgetpuffer für die Montage eingeplant: Auch hier gilt der Puffer von 10 bis 15 Prozent, mehr dazu im Artikel „Was kostet eine Küche?“
Häufig gestellte Fragen zu den Montagekosten
Was kostet die Montage einer Küche pro laufendem Meter?
Externe Monteure verlangen meist 150 bis 300 Euro pro laufendem Meter. Bei Möbelhäusern mit Montageservice liegen die Pauschalen oft in einem ähnlichen Bereich.
Ist die Montage im Küchenpreis enthalten?
Oft, aber nicht immer. Bei vielen Händlern ist sie enthalten oder als Pauschale buchbar. Prüfe das im schriftlichen Angebot, ebenso, ob Anschlüsse eingeschlossen sind.
Wie lange dauert die Küchenmontage?
Bei einer einfachen Standardküche etwa zwei Tage, bei aufwendigen Sonderlösungen mit umfangreichen Elektro- und Sanitärarbeiten bis zu zwei Wochen.
Wirken sich Etage und Aufzug auf die Montagekosten aus?
Ja, oft deutlich. Schränke, Arbeitsplatte und schwere Geräte müssen getragen werden, ohne Aufzug in höheren Etagen kostet das mehr Zeit. Gib Etage und Aufzug deshalb immer bei der Anfrage an.
Kümmert sich WUNDER Kitchen um die Montage?
Ja, wenn du bei uns eine Küche kaufst, kümmern wir uns komplett um die Montage und versuchen, dir den günstigsten Montagepreis zu bekommen. Was möglich ist, hängt von deiner Küche und den Gegebenheiten ab.
Kann ich die Küche selbst aufbauen?
Bei einfachen Küchenzeilen ja. Elektro-, Wasser- und Gasanschlüsse sollte aber immer ein Fachbetrieb übernehmen, ebenso heikle Arbeitsplatten-Zuschnitte.
Kann ich die Montagekosten von der Steuer absetzen?
In vielen Fällen ja: Die Arbeitskosten zählen als haushaltsnahe Handwerkerleistung, Materialkosten nicht. Voraussetzung sind eine Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten und Zahlung per Überweisung.
Was kostet die Demontage der alten Küche?
Meist 150 bis 500 Euro pauschal oder etwa 100 bis 200 Euro pro laufendem Meter, je nach Aufwand und Entsorgung.
Was kosten Wasser- und Stromanschlüsse?
Je nach Aufwand etwa 60 bis 250 Euro pro Anschluss, bei neuen Leitungen auch mehr.
Fazit
Die Küchenmontage kostet bei einer durchschnittlichen Küche meist zwischen 600 und 1.500 Euro, plus Anschlüsse und eventuell Demontage. Wer Angebote vergleicht, auf einen Pauschalpreis setzt, Etage und Aufzug von Anfang an angibt und alle Leistungen schriftlich festhält, vermeidet böse Überraschungen. Eine Gesamtübersicht der Kostenfaktoren findest du im Artikel „Was kostet eine Küche? Preise & Kostenfaktoren 2026″, den gesamten Planungsprozess beschreibt unser Guide „Küchenplanung: Der komplette Guide 2026″.
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